Mobilität

In meiner Familie gab es kein Auto. Mobil sein bedeutete für mich immer schon, das Fahrrad, den Bus oder die Bahn zu nutzen. Heute –  als Mitarbeiterin von Jobrad – erlebe ich tagtäglich, dass das Fahrrad in Zeiten von E-Bikes eine echte Alternative zum Auto ist. 

Ich will, dass wir Baden-Württemberg vom Automobilland zum nachhaltigen Mobilitätsland weiterentwickeln. Ich will eine Mobilitätswende, die den Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt. Eine Mobilitätswende, die unsere Luft sauberer und unsere Städte und Gemeinden lebenswerter macht. Eine Mobilitätswende, bei der alle Menschen, unabhängig vom Geldbeutel und egal ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben, mobil sein können. 

Dafür brauchen wir den Ausbau und eine intelligente Vernetzung von ÖPNV, Carsharing, individuellem E-Auto und dem Rad. Und vor allem brauchen wir in unseren Städten weniger und andere Autos. Hierfür ist u.a. ein ambitionierter CO2-Preis und eine sozial-ökologische Steuerreform (Dienstwagen-und Kraftfahrzeug) von zentraler Bedeutung. 

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg, den wir als Grüne mit der Automobil- und Zuliefererindustrie begonnen haben, um den ökologischen Umbau dieser Branche voranzubringen, ist ein gutes Instrument und muss durch konkrete Zielvereinbarung gestärkt werden.   

Die Kommunen sind zentrale Akteure für die Verkehrswende. Hierfür benötigen sie Instrumente. Sie brauchen z.B. die Möglichkeit, eine City-Maut oder Nahverkehrsabgabe einführen zu können. Und sie brauchen endlich die Möglichkeit, Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit festlegen zu können. Das ist wichtig für mehr Klimaschutz und Sicherheit.