Bildung für nachhaltige Entwicklung: Die Ökostation als BNE-Akteurin mit Vorbildcharakter

„Einfälle statt Abfälle“ heißt das abfallpädagogische Konzept, das uns das Team der Freiburger Ökostation als erstes präsentierte. Verschiedene mit Datum gekennzeichnete Abfälle sind dort vergraben, und wenn Schulklassen zu Besuch ins „Grüne Klassenzimmer“ kommen, wird ausgegraben und geforscht:

  • Wie lange dauert es, bis Gemüseabfälle verrotten, wie lange Pappe und Papier, wie lange Plastikmüll?
  • Was passiert überhaupt mit dem Plastik? Ja, es verrottet nicht, sondern benötigt mehrere hundert Jahre um sich in Mikroplastikpartikel aufzulösen.

Wichtige Erkenntnisse, die Schüler*innen, aber auch bereits Kindergartenkinder, von der Ökostation als Umweltbildungszentrum mit auf den Weg bekommen.

„Baden-Württemberg zum Vorreiter bei Bildung für nachhaltige Entwicklung zu machen ist unser Ziel – gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, die Kindern und Jugendlichen Naturerlebnisse ermöglichen und ihnen ein Verständnis vermitteln, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Umwelt hat.“

Nadyne Saint-Cast MdL

Die Ökostation als Pionierin in der außerschulischen Umweltbildung

Mit meinem Besuch diese Woche in der Freiburger Ökostation, gemeinsam mit Umweltstaatssekretär Andre Baumann und Freiburgs Umwelt- und Schulbürgermeisterin Christine Buchheit, möchte ich unterstreichen, wie wichtig mir die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Verbänden bei der Umsetzung einer BNE-Gesamtstrategie des Landes ist. Und welch wichtige Rolle hierfür auch außerschulische Angebote spielen, wie die der Ökostation – als Pionierin auf dem Gebiet der Umweltbildung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat die Aufgabe,

  • uns Menschen von Kindesbeinen an zu einem zukunftsfähigen Denken und Handeln zu befähigen,
  • Kindern und Jugendlichen Naturerlebnisse zu ermöglichen, auch im städtischen Raum, auch in benachteiligten Quartieren,
  • uns ein Verständnis zu vermitteln, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Umwelt hat.

Was wir schätzen, schützen wir

Als Leitperspektive ist BNE bereits seit 2016 im Bildungsplan verankert. Ich will dieses Leitbild mit Leben füllen: den Schulen Instrumente an die Hand geben, um BNE in den Schulalltag zu integrieren; BNE in der Lehrer*innenausbildung stärker akzentuieren. BNE ist ein Baustein, um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen. Denn: Was wir schätzen, schützen wir. Mein Fraktionskollege und Staatssekretär im Umweltministerium Andre Baumann betonte zudem, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung für Jung und Alt gleichermaßen wichtig sei, etwa wenn man so zukunftsentscheidende Themen wie Abfallvermeidung gesellschaftsfähig machen möchte.

Da gibt es viel zu tun. BNE befindet sich schon immer an der Schnittstelle von Umwelt und Bildung – und nun, da in der 17. Legislatur Kultus- und Umweltministerium in grüner Ministerinnen-Hand liegen, freue ich mich darauf, dass wir wirkungsstarke Impulse setzen können.

Vielen Dank an das Ökostation-Team, an Svenja Fugmann und Ralf Hufnagel, für die tollen Einblicke in das „Grüne Klassenzimmer“. Das an Kindergartengruppen gerichtete „Naturfüchsle“ ist übrigens das derzeitige Herzensprojekt von Svenja Fugmann. Zielgruppe sind insbesondere Kitas, die über keinen oder wenig Außenbereich in ihren Einrichtungen verfügen. Im städtischen Raum kommt das häufiger vor. Diese Kita-Kinder bekommen regelmäßige Besuchstermine in der Ökostation, um dort Natur hautnah zu erleben. Gefördert vom Land BW durch die Stiftung Naturschutzfonds.

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