Teststrategie mit PCR-Pool-Modell für alle Schulen im Land und Impfstrategie für 12- bis 18-Jährige

Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Thomas Poreski (er als Vorsitzender und ich als stellvertretende Vorsitzende des AK Bildung) habe ich mich heute mit einem Abgeordnetenbrief an Kultusministerin Theresa Schopper und Sozialminister Manne Lucha gewandt. Mit folgendem Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schopper,
liebe Theresa,
sehr geehrter Herr Minister Lucha,
lieber Manne,

Kinder und Jugendliche sind seit Beginn der Pandemie massiv von den Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens betroffen. Durch ihr verantwortungsvolles Verhalten haben die Jüngsten in unserer Gesellschaft vulnerable Gruppen geschützt. Doch bis zu einer kompletten Durchimpfung der Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg.

Angesichts der mittlerweile auch im Südwesten kursierenden Delta-Variante müssen wir heute handeln, um nach Möglichkeit einem erneuten SchulLockdown im Herbst vorzubeugen. Aus Großbritannien wissen wir, dass sich die Delta-Variante besonders bei jungen Menschen breit macht. Die klassischen Antigen-Tests sind zur Erkennung problematisch, da ihre Trefferquote bei asymptomatisch Erkrankten – und zu denen gehören besonders Kinder und Jugendliche – vergleichsweise gering ist.

Das Freiburger Modell der PCR-Pool-Tests (sog. Lolli- bzw. Schokotests), welches vom Land mitfinanziert wird, ist nachweislich erfolgreich. Seine Testergebnisse sind im Gegensatz zu den weit verbreiteten Antigen-Schnelltests verlässlich und die Umsetzbarkeit in den Schulen deutlich einfacher. Der Pool-Ansatz wahrt die Anonymität der Beteiligten und schützt die Kinder so vor unguten Situationen. Die digitale Abwicklung des PCR-Pool-Tests erlaubt es zudem Gesundheitsämter, Schulen und Familien zeitnah zu informieren, wenn sich ein Pool-Test als positiv erweist.

Die verbleibenden drei Monate bis zum Schulstart im September sollten genutzt werden, um mit Hilfe der Gesundheitsämter ein solches PCR-Pool-Testsystem Schritt für Schritt landesweit auszurollen.

Flankieren sollten wir diesen Ansatz durch eine Impfstrategie für die Altersgruppe 12 bis 18 Jahre. Dafür gilt es heute entsprechende Impfstoffmengen zu planen, Impf-Kapazitäten zu reservieren und ein schulscharf organisiertes Impfangebot mit dem jeweiligen Gesundheitsamt zu koordinieren. Bis Ende Oktober könnten wir so die Gefährdung der Teenager im Land deutlich reduzieren.

Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns sehr herzlich.

Mit besten Grüßen
Thomas Poreski MdL
Nadyne Saint-Cast MdL

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