Zu Gast in der March

Bürgermeister Helmut Mursa empfing mich am Montag zu meinem Antrittsbesuch im Marcher Rathaus. Die Gemeinde March zählt knapp 10.000 Einwohner mit ihren vier Ortsteilen und gehört wegen der rund acht Kilometer Entfernung zum Freiburger Stadtkern Teil des Verdichtungsraums. 

Mobilität: Nahverkehrsplan und Breisgau S-Bahn

Auch wenn die March bereits gut an die S-Bahn und den Bus angebunden ist wurde auch hier deutlich, dass wir mehr Investitionen in den ÖPNV brauchen, wenn wir für alle Regionen ein attraktives Angebot schaffen wollen. Hier sind der Bund, das Land, aber auch die Kommunen gefragt. Mit der im grün-schwarzen Koalitionsvertrag verankerten Nahverkehrsabgabe wollen wir den Kommunen ein Finanzierungsinstrument in die Hand geben, um das Bud- und Bahn-Angebot zu verbessern. 

Bildung: Gemeinschaftsschule March

Natürlich kommen wir auf Corona und die Folgen zu sprechen. Der Ausbau der Digitalisierung war infolge der Schulschließungen ein drängendes Thema. Gut ist, dass die Mittel des Digitalpaktes von Bund und Land an den Marcher Schulen angekommen sind. Wichtig ist, dass die Digitalisierungsmittel verstetig werden, sowohl für die IT-Hardware, als auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Denn digitales Lernen und Medienbildung brauchen vielfach neue pädagogische Konzepte.  

Mit dem Fahrrad zur Gemeinschaftsschule Am Bürgle

Nach unserem Gespräch im Rathaus sind wir mit Elke Hofmann verabredet, Schulleiterin der Marcher Gemeinschaftsschule mit gut 200 Schüler*innen in den Klassen 5 bis 10. Die seit 2019 laufenden Neubaubauarbeiten sind kurz vor der Fertigstellung. Zuerst werden Herr Mursa und ich von einem Sechstklässler und einer Achtklässlerin durchs Haus geführt und bekommen Einblick in Schulalltag und Schulkonzept. Sehr engagiert erzählen sie von Input- und Coachinggesprächen, vom Logbuch, in dem Lernfortschritte und persönliche Ziele stehen, und dass es von Klasse 5 bis 8 keine Noten gibt. Lernen findet hier individuell, eigenständig und gemeinsam statt. Wir sind überrascht, wie ruhig alles zugeht.

Gemeinschaftsschulen sind meine Herzensangelegenheit 

Schulleiterin Hofmann empfängt uns nach der Tour und wir sprechen darüber, welche Unterstützung sie sich seitens der Landespolitik wünscht. Ihr ist wichtig, dass die Kooperation mit den Übergangsschulen, also Gymnasien, beruflichen Gymnasien, aber auch den Grundschulen gestärkt wird. 

Mir ist wichtig, dass wir die Gemeinschaftsschulen ausbauen und stärken. Gemeinschaftsschulen mit einer gymnasialen Oberstufe auszustatten bzw. Übergang und die Kooperationen mit Gymnaisen/beruflichen Schulen sowie den Grundschulen zu stärken, sind wichtige Schritte.  Klar ist aber auch: Die Gemeinschaftsschule ist eine junge Schulform in baden-Württemberg. Daher wird es noch viel Überzeugungsarbeit bei Eltern, in Politik und Öffentlichkeit brauchen, um für diese Schulform zu werben und die Vorzüge von längerem gemeinsamen Lernen erfahrbar zu machen. Das ist einer meiner politischen Ziele für die kommenden 5 Jahre.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel